Informationen zum Projekt
Die auf dieser Website präsentierten Dokumente und Ressourcen wurden im Rahmen des Projekts "Arbeit mit männlichen tätern häuslicher Gewalt in Europa (WWP - Work with perpetrators of domestic violence in Europe)" ausgearbeitet. Das Projekt wurde vom Programm Daphne II der europäischen Kommission zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen und vom Deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Acht Projektpartner in sieben europäischen Ländern nahmen im Zeitraum von April 2006 bis Juni 2008 an diesem Projekt teil.
Das Hauptziel des Projekts war, die Sicherheit von Opfern häuslicher Gewalt zu erhöhen, indem ein europaweiter Austausch über gute Praxis in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt angeregt wurde.
Als wichtiger Schritt in der Erreichung dieses Ziels wurde im Rahmen des Projekts eine über das Internet zugängliche Datenbank erstellt, die wichtige Informationen über Programme in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt in der EU umfasst. Von den Projektpartnern wurde eine Erhebung mit standardisierten Fragebogen in englischer, deutscher, französischer und spanischer Sprache durchgeführt. Die Befragung richtete sich an Institutionen, die bereits in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt unter Anwendung spezieller Konzepte tätig sind oder eine solche Arbeit planen. Die Daten können unter Erhebungsdaten eingesehen werden.
Als zweiten Schritt strebt das Projekt die Anregung von Diskussionen auf europaweiter Basis über einerseits methodische und ethische Rahmenbedingungen für verantwortungsvolle Arbeit an, insbesondere im Hinblick auf den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt und auf notwendige Maßnahmen zur Dokumentation und Evaluierung. Aus diesen Gründen wurden im Rahmen des Projekts die Dokumente Richtlinien für die Entwicklung von Standards für Programme der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt sowie Wichtige Aspekte der Dokumentation und Evaluierung ausgearbeitet. Diese Arbeitsunterlagen wurden im Austausch zwischen den Projektpartnern erstellt und beim abschließenden Workshop des Projekts diskutiert, der von 31. Januar bis 1. Februar 2008 in der Nähe von Berlin stattfand. Die Ergebnisse dieses abschließenden Workshops sind in die Dokumente eingeflossen und diese können im Abschnitt Ressourcen eingesehen werden.
Die Hauptzielgruppen für die Verwendung der gesammelten Daten sind einerseits Fachleute, die in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt tätig sind, und andererseits Berufsgruppen, die in ihrer täglichen Arbeit mit häuslicher Gewalt konfrontiert sind, wie etwa MitarbeiterInnen von Polizei, Staatsanwaltschaft, Frauenhäusern, Hotlines, Beratungszentren und anderen Institutionen. Darüber hinaus sollen diese Ergebnisse dazu dienen, EntscheidungsträgerInnen und Verantwortliche in der Politik dazu anregen, Interventionsmaßnahmen in Fällen häuslicher Gewalt zu unterstützen, sowie die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Tätern bzw. Täterprogramme zu verbessern.
Das Projekt wurde in Kooperation zwischen 8 Partnerinstitutionen durchgeführt:
| Partner | MitarbeiterInnen | Zuständig für die Länder |
|---|---|---|
| Dissens e.V. in Berlin, Deutschland (Koordination) | Stefan Beckmann, Ludger Jungnitz, Dr. Ralf Puchert |
Deutschland, Schweiz |
| A.J. Stabinga konsultãcijas Jurmala, Lettland | Ansis Jurgis Stabingis | Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei |
| MOVE, Athlone, Irland | Cyril Dully, Martina Breen | Irland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Malta |
| Institut de Reinserció Social in Barcelona, Spanien | Heinrich Geldschläger | Spanien, Italien, Portugal |
| Männerberatung Wien, Österreich | Heinrich Kraus | Österreich, Ungarn, Slowenien, Zypern, Griechenland, Kroatien, Bulgarien, Rumänien |
| Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie, Österreich | Rosa Logar | |
| Resource Center for Men - Reform - in Oslo, Norwegen | Jørgen Lorentzen, Marianne Inez Lien | Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Estland |
| Fédération nationale des associations et des centre de pris en charge d'auteurs de violenceconjugale et familiale (FNACAV), Paris, Frankreich | Sibylle Schweier | Frankreich, Belgien, Luxemburg |
Das Projekt wurde in Kooperation zwischen folgenden Partnerinstitutionen durchgeführt:

